Neues Trio führt Gesundheitsnetz Leverkusen

Balke-Karrenbauer und Meyer zu Berstenhorst steigen in den Vorstand auf

Das Gesundheitsnetz Leverkusen geht mit einem neuen Führungstrio in die Zukunft. Nachdem Ende Mai 2019 Dr. med. Bodo Denhoven und Dr. med. Wolfgang Hübner aus Altersgründen ihre 13-jährige Vorstandstätigkeit niedergelegt hatten, hat der Aufsichtsrat nun Nicole Balke-Karrenbauer und Christoph Meyer zu Berstenhorst in den Vorstand berufen. Vorsitzender bleibt Dr. rer. nat. Manfred Klemm.

„Das gesamte Team des Gesundheitsnetz Leverkusen bedankt sich bei den scheidenden Kollegen für ihren seit der Genossenschaftsgründung langjährigen und engagierten Einsatz und wünscht den beiden Neulingen viel Erfolg und einen guten Start“, so Klemm am Ende der Versammlung.

Nicole Balke-Karrenbauer arbeitet seit 2017 für das Regionale Gesundheitsnetz Leverkusen eG als Leiterin Versorgungsmanagement in dem vom Innovationsfonds geförderten Projektes Mambo. Diese Aufgabe wird Sie auch neben Ihrer Vorstandstätigkeit weiterhin ausführen. Sie schloss eine Ausbildung zur Chemisch-Technischen-Assistentin ab und arbeitete an der Universität Bielefeld am Lehrstuhl für Biochemie. Es folgten ein Studium der Oecothrophologie an der Fachhochschule Osnabrück sowie ein Studium der Gesundheitswissenschaften (MHA) an der Universität Bielefeld. Langjährige Berufserfahrung sammelte Frau Balke-Karrenbauer im Facharzt- und Klinikaußendienst als auch im Key Account Management Ärztenetze in einem weltweit tätigen, forschendem Pharmakonzern sowie als Regionalleitung Ärtenetzmanagement in einem ärztlich geführten Unternehmen.

Christoph Meyer zu Berstenhorst ist seit 2013 für das Leverkusener Ärztenetz im Bereich der Palliativversorgung tätig. Seit 2016 leitet er das Koordinationsteam der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung. Daneben ist Herr Meyer zu Berstenhorst für die Umsetzung von PalliLev – das integrierte Palliativ- und Hospizzentrum Leverkusen verantwortlich. Er hat an der Katholischen Hochschule Paderborn Religionspädagogik studiert. Nach einer Anstellung im Bistum Münster folgte eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an der LWL-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Münster. Bevor Herr Meyer zu Berstenhorst als stellvertretender Pflegedienstleiter im St. Vinzenz Pallotti Hospiz in Oberhausen arbeitete, war er am St. Nikolaus Hospital, einem psychiatrischen Fachkrankenhaus, in Rheinberg am Niederrhein tätig.

 

 
Dr. Manfred Klemm, Nicole Balke-Karrenbauer, Christoph Meyer zu Berstenhorst

 

 

 

 

 

 

 

 

Anerkennung des Regionalen Gesundheitsnetzes Leverkusen eG
als KVNo-zertifiziertes Praxisnetz in Nordrhein

Zum 01.06.2019 erteilte uns die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo) die Anerkennung unserer Ärztegenossenschaft als zertifiziertes Praxisnetz nach §87b Abs. 4 SGBV in der Stufe 1.

Mit der Erfüllung aller an uns gestellten Anforderungen und Kriterien, wird das Regionale Gesundheitsnetz Leverkusen als besonders förderungswürdig anerkannt.

Somit kann das Regionale Gesundheitsnetz Leverkusen eG die Qualität und Effizienz der wohnortnahen ambulanten medizinischen Versorgung weiter vorantreiben und neue Versorgungsprojekte für die Region in Angriff nehmen.

Unser Ziel ist sowohl die verbesserte koordinierte und kooperative Versorgung als auch die verbesserte Umsetzung von Versorgungsstrukturen. In konkreter Planung steht die Überlegung zu Stadtteilpraxen in direkter Kooperation mit der Ärztegenossenschaft. Denn: Immer mehr junge Ärzte und Psychotherapeuten wollen heute nicht mehr ihre eigene Praxis führen, zu groß ist ihnen u.a. das Unternehmerrisiko bei einer Praxisgründung bzw. Übernahme.

In einem Verbund über die Ärztegenossenschaft finden Ärzte geregelte Arbeitszeiten vor und haben die Möglichkeit, sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit arbeiten zu können. Gerade jungen Ärzten ist die sogenannte Work-Life-Balance zunehmend wichtig. Für ältere Ärzte bedeutet das Arbeiten in einem Netz-Verbund, dass sie ohne großes Risiko und ohne organisatorische Verantwortung noch etwas länger arbeiten und auch leichter eine Nachfolgeregelung im Netz-Verbund realisieren können.

Ein weiterer Aspekt, der für einen Netz-Verbund spricht ist, dass jungen Ärzten die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung ermöglicht wird und ihnen zugleich ein enger und kontinuierlicher Austausch unter Fachkollegen jeden Tag zur Verfügung steht.

Die Gründung von Versorgungs-Netzen orientiert sich an den Bedarfen der heutigen Zeit und bietet die Chance, die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung auch in Zukunft zu gewährleisten.

„Für uns ist die wohnortnahe ambulante Versorgung in der Fläche ein Grundanliegen“, sagt Dr. Manfred Klemm, Vorstand des Regionalen Gesundheitsnetzes Leverkusen eG. „Der Wildwuchs an gewinnorientierten medizinischen Zentren muss durch den Fokus auf vernetzte patientennahe Versorgung ein Gegengewicht erhalten. Hierfür steht unsere Ärztegenossenschaft seit der Gründung im Jahr 2006.“