Patienten sehen Einfluss der Kassen sehr kritisch 27.02.2008

eingestellt von Dr. Manfred Klemm

UMFRAGE: ARZNEIMITTELUMSTELLUNG DURCH RABATTVERTRÄGE FÜR KNAPP DIE HÄLFTE ALLER PATIENTEN PROBLEMATISCH

Gemeinsame Pressemitteilung
NAV-Virchow-Bund & Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP)


eur Berlin, 7. Februar 2008 – Rabattverträge für Arzneimittel haben bei Patienten zu großer Unsicherheit und Verwirrung geführt. Das belegt jetzt auch eine repräsentative Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des NAV-Virchow-Bundes unter 2.000 Patienten im Dezember vergangenen Jahres. Die medikamentöse Umstellung brachte für 43 Prozent der befragten Personen Probleme mit sich. 24 Prozent sagten, das neue Medikament sei ungewohnt für sie gewesen, 13 Prozent beklagten, dass sie es schlecht vertragen oder unter Nebenwirkungen gelitten hätten. Über 6 Prozent berichteten, dass sie mehrmals in die Apotheke gehen mussten, weil das neue Medikament nicht verfügbar gewesen wäre. 17 Prozent sind von dem neuen Medikament nach wie vor nicht überzeugt.

Ernüchternd die Schlussfolgerung: 87 Prozent der Patienten lehnen laut der Umfrage einen wachsenden Einfluss der Krankenkasse auf die Verschreibung ab.

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