AOK läutet neue Ära der Hausarztversorgung ein 12.01.2008

eingestellt von Dr. med. Wolfgang Hübner

Die AOK Baden Württemberg hat den Hausärzteverband und MEDI auserwählt, mit ihr bis Mitte 2008 Strukturen für eine hausarztzentrierte Komplettversorgung aufzubauen. Die anderen Bewerber für einen Vertrag nach § 73b SGB V (KBV sowie die KVen von Baden-Württemberg u. Bayern sowie der Berufsverband der Kinder- u. Jugenärzte sowie die Softwarefirma Medati XX) konnten mit ihren Angeboten die Kasse nicht überzeugen.
Der nun auszuhandelnde 73b-Vertrag, der die hausärztliche Versorgung für die freiwillig teilnehmenden Ärzte und Versicherten aus dem KV-System herauslöst, ist ein Novum, das Schule machen wird.
Der Vorstandschef des AOK-Bundesverbandes,  Dr. Hans-Jürgen Ahrens, sagte gegenüber der "Frankfurter Rundschau" klipp und klar, dass in der Ausschreibung von Versorgungsverträgen, vorneweg mit den Hausärzten, die Zukunft liege. "Wir müssen Strukturen aufbrechen - in allen Bereichen". Unbeliebt mache man sich "nur bei einigen Funktionären; die KV brauche man künfitg nicht mehr in jedem Fall als Vertragspartner".
Dr. Ahrens betont: "Mit Krankenhäusern wie auch mit Ärzten werden wir Verträge nur abschliessen, wenn wir zusätzliche verbindliche Qualitätsgarantien bekommen."
(Auszug aus einem Artikel der "Medical Tribune" Nr. 1-2 v. 11.Januar 2008)

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