Kraftprobe der AOK 14.12.2007

eingestellt von Dr. Manfred Klemm

Bewerber stehen bei AOK Schlange
Hausarztvertrag in Baden-Württemberg wird zur innerärztlichen Kraftprobe

STUTTGART (fst).
Hausärzte in Baden-Württemberg stehen im Mittelpunkt eines Machtkampfs um die künftige Versorgung von AOK-Patienten.

Außer Verbänden haben sich auf die Ausschreibung der AOK zur hausarztzentrierten Versorgung auch die KVen in Bayern, Baden-Württemberg sowie alle weiteren 14 Körperschaften beworben, die in der "Arbeitsgemeinschaft Vertragskoordinierung" zusammengeschlossen sind. Damit steht das Angebot von Hausärzteverband und Medi gegen die Offerte der Körperschaften. Adressiert ist die AOK-Ausschreibung an "Gemeinschaften von Leistungserbringern". Darunter wurden bisher Ärzteverbände verstanden, nicht aber Körperschaften. Das sieht die AOK anders: "Auch KVen können sich bewerben", erklärte ein Sprecher auf Anfrage der "Ärzte Zeitung". Der KV-Vorstand sehe sich "zu einer Bewerbung verpflichtet", weil die Interessen aller Vertragsärzte berührt seien, so KV-Chef Dr. Achim Hoffmann-Goldmayer. Die Vertreterversammlung hat im Juli der KV aber kein Placet gegeben, sich an solchen Verträgen zu beteiligen. Medi-Chef Dr. Werner Baumgärtner kritisierte, die KV agiere "gegen die Interessen eines großen Teil ihrer Mitglieder".


Seiten Anfang