News Ticker März 2010 23.03.2010
eingestellt von Dr. Manfred Klemm
Status zu Diabetes, Hypertonie, Herpes Zoster, Q-Pharm und unseren Mitglieder
Zusammen mit Dr. Matthias Kaltheuner und Frau Dr. Kordula Biermann aus dem Gesundheitsnetz ist ein "Behandlungspfad Diabetes" entstanden, der den hohen Qualitätsstatus in der bestehenden Versorgung würdigt und die demografische Herausforderung der nächsten Jahre in den spez. Fokus setzt.
So war schon der Stand im letzten Herbst. Die Verhandlungen mit Krankenkassen wurden aufgenommen. Aufgrund der hervorragenden Situationsanalyse und der vorgeschlagenen Maßnahmen besteht ein sehr hohes Interesse von Seiten der Kassen, die skizzierte Umsetzung gemeinsam durchzuführen und das Projekt zu einem Vertrag zu führen.
Mit welcher Struktur wurde die "Patientenversorgung im Bereich Diabetes mellitus" erarbeitet.
1. Ist-Situation erheben
2. Verbesserungspotenziale identifizieren
3. Verbesserungsmöglichkeiten entwickeln
4. Prioritäten festlegen
Die Analyse der Ist-Situation spiegelte selbstverständlich die bereits seher hohe Versorgungsqualität für Typ-1 und Typ-2 Diabetiker . In diesen Bereichen ist sicher noch Potenzial für Effizienzsteigerungen, aber kaum Verbesserungen, die eine wirkliche Neuheit darstellen würden.
Verbesserungspotentiale liegen im Bereich der "zu späten Diagnostik"!
- unzureichende Erhebung der "Prae-Diabetes-Fälle
- mangelnde Strukturierung des Pra-Diabetischen Stadiums
- zu wenig Frühdiagnosen bzw. frühe adäquate Therapieformen
- mangende Verknüpfung bestehende Präventionsmodule (Schulung, Ernährung, Bewegung, Selbstmotivation, ...)
Die Arbeitsgruppe um Dr. Kaltheuner hat begonnen, diese Potenziale zu analysieren, strukturieren und in ein weiteres Modul des kompletten Behandlungspfads Diabetes einzubetten.
Die Arbeitsgruppe hat sich bereits im Herbst 2009 formiert und nun einen konkrete Maßnahmenkatalog entwickelt :
- Dr. Matthias Kaltheuner und Frau Dr. Kordula Biermann (Netzkoordination)
- Dr. Fassbender, Dr. Jageniak-Mager bilden das Kompetenzteam
Bei den ersten Schulungsmaßnahmen (Prädias) haben sich weitere Teilnehmer gemeldet und es wurden bereits weitere Schulungstermine geplant.
Wir werden die nächsten Details veröffentlichen.
Status pronova BKK: obwohl die pronova BKK weiterhin in Fusions-Projekten aktiv ist,
hat sie ihr hohes Interesse zur Umsetzung dieses Moduls bekundet. Die Verhandlungen wurden begonnen und es werden bereits konkrete Umsetzungsdetails entwickelt und diskutiert.
Wir hoffen, dass es auch zügig zu ersten bezahlten Fortschritten kommt ...
Betrachtungen zur Risikostratifizierung
im Versorgungsmodell Integrierte Versorgung „Hypertonie“ -
- wir wollen nicht zu fachlich werden -
Es war nahe liegend, aufgrund der seit langem, allgemein gültigen Kriterien zur Risikostratifizierung diese Patienten in 4 Gruppen einzuteilen – für die konsequente Diagnostik und angepasste Therapie insbesondere im Hinblick auf eine Risiko-Minimierung und Vermeidung von Folgeschäden bietet sich eine korrekte ICD-10-Codierung geradezu an.
Es werden zurzeit vier Risikogruppen unterschieden, bei denen die Hypertonie in Wechselwirkung mit weiteren Risiken betrachtet wird.
So beschreibt die Risiko-Gruppe 1 eine erkannte Hypertonie mit durchschnittlichem Risiko und keinen anderen Risikofaktoren. In den Gruppen 1 und 2 werden sich ca. 80% der Hypertonie-Patienten wieder finden.
Ab der Gruppe 3 betrachtet man bereits stark und sehr stark erhöhte Risiken mit drei oder mehr anderen Risikofaktoren, bzw. klinisch manifeste kardivaskuläre Erkrankungen. Diesen Gruppen gehört die besondere Aufmerksamkeit zur Vermeidung von kostenintensiven Gesundheitsfolgen, die bei konsequenter Behandlung und Unterstützung durch den Patienten vermieden werden können.
Hierbei ist die fachübergreifende Behandlung in Anlehnung an Diagnosen, Co-Morbiditäten und Risiko-Eingruppierung integraler Bestandteil dieses Versorgungsmodells.
* Risikostratifizierung incl. „Right-Coding“
* Frühzeitige Anbindung der Patienten an Bewegungs- und Ernährungsprogramme
* Obligates regelmässiges Erfassen von Gewicht, BMI und Bauchumfang
* Ab Risikogruppe III Aufnahme in einen Behandlungspfad
* Nach Möglichkeit Abwicklung in elektronischer Form über die ePA (elektronische Patientenakte des GV-West)
* Viertel- bzw. halbjährliche Untersuchungen je nach Zugehörigkeit zu den beiden Risikogruppen III u. IV
* Evaluierung
Auch dieses Modul wurde unseren Verhandlungspartnern bei den Krankenkassen vorgelegt – Die grundsätzliche Bereitschaft, ein solches Modul mit uns abzuschließen, wurde bereits erklärt. Eine Kombination mit dem Modul Diabetes wird angestrebt.
Dr.med. Wolfgang Hübner
- Status zur Herpes Zoster Studie
Epidemiologische Studie zur Inzídenz und Krankheitslast von Herpes Zoster
Die Voraussetzung hierfür war, dass es dem Gesundheitsnetz gelingt, 90% aller niedergelassener Kolleginnen und Kollegen in einem genau umrissenen Gebiet zur Teilnahme zu gewinnen – das bedeutete, dass wir auch die Teilnahmezusage von Nicht-Mitgliedern des Regionalen Gesundheitsnetzes benötigten – das haben wir in einer kürzlich durchgeführten Umfrage erreicht – hierfür vielen Dank!
Ziel der o.g. epidemiologischen Studie ist es, in verschiedenen Städten Deutschlands Daten zur Inzidenz und Krankheitslast der Herpes Zoster Erkrankung zu erheben, da solche Daten für Deutschland bislang fehlen.
Die Studie wird fachlich von Herrn Professor Dr. med. Peter Wutzler, Institut für Virologie und Antivirale Therapie der Universität Jena, begleitet und von der Firma GlaxoSmithKline (GSK) finanziert und durchgeführt.
Diese Studie ist ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsforschung in Deutschland.
Geplanter Studienablauf:
Niedergelassene Allgemeinmediziner/Praktiker, hausärztlich tätige Internisten, Dermatologen und Augenärzte einer definierten Region werden gebeten, über einem Zeitraum von ca. zwei Jahren anhand eines Fragebogens Daten von allen neu diagnostizierten Herpes Zoster Patienten zu erheben. Die Fragebögen werden per Fax oder online an die Geschäftsstelle als lokales Koordinationszentrum weitergeleitet, dort gesammelt und in eine Studiendatenbank eingepflegt.
Der Patient/die Patientin erhält vom teilnehmenden Arzt beim ersten Arztbesuch ein Dokumentationsheft, in dem er/sie relevante Information im Zusammenhang mit der Erkrankung über einen Zeitraum von 3 Monaten dokumentiert. Das Dokumentationsheft übergibt der Studienteilnehmer/die Studienteilnehmerin nach Ablauf der 3 Monate an das lokale Koordinationszentrum
Die Marke 100.000 in 2009 nicht geschafft. Waren es in 2008 noch 100.981 €, die wir einnehmen konnten,
so waren es in 2009 nicht mal 80.000,- € ! Es fehlen uns erwartete 25.000,- €
Nach der rückläufigen Entwicklung zum Jahresanfang erholt sich der Umsatz unserer Genossenschafts eigenen Marke Q-Pharm zwar leicht. Nicht zu letzt durch die Aktionen zusammen mit Q-Pharm zu den Themen "Regress-Angst" und "Regress-Schutz" , die ein immer wieder aufkeimendes Thema berühren. Angst ist kein guter Hirte.
Aktion: Regress bei aut-idem-Kreuz?
Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
aufgrund von verschiedenen Anfragen teilen wir Ihnen gerne folgendes mit:
1. Arzneimittel der Q-Pharm sind immer so kalkuliert, dass sie eindeutig
dem unteren Ende der aktuellen jeweiligen Preisspanne zuzuordnen sind.
2. Das Setzen des aut-idem-Kreuzes bindet den Apotheker an IhreVerordnung,
die Sie bewusst und verantwortlich vorgenommen haben
3. Bis zum heutigen Tag ist uns kein Fall bekannt geworden, in dem ein Vertragsarzt aufgrund
von Q-Pharm-Verordnungen mit aut-idem-Kreuz in ein Regressverfahren gekommen ist.
Also: Verordnen Sie Q-Pharm-Arzneimittel mit aut-idem-Kreuz.
Ihre Patienten danken es Ihnen mit hoher Compliance.
Status der Mitglieder am 23.03.2010
186 Mitglieder
56 Kündigungen zum Jahresende 2009 (23%)
3 Neuzugänge