News-Ticker-Oktober-2009 29.10.2009

eingestellt von Dr. Manfred Klemm

Status zu Diabetes, Hypertonie, Herpes Zoster, Q-Pharm und unseren Mitglieder
 

- Status zum Diabetes-Pfad

Zusammen mit Dr. Matthias Kaltheuner und Frau Dr. Kordula Biermann aus dem Gesundheitsnetz ist ein "Behandlungspfad Diabetes" entstanden, der den hohen Qualitätsstatus in der bestehenden Versorgung würdigt und die demografische Herausforderung der nächsten Jahre in den spez. Fokus setzt.

Mit welcher Struktur wurde die "Patientenversorgung im Bereich Diabetes mellitus" erarbeitet.

1. Ist-Situation erheben
2. Verbesserungspotenziale identifizieren
3. Verbesserungsmöglichkeiten entwickeln
4. Prioritäten festlegen

Die Analyse der Ist-Situation spiegelte selbstverständlich die bereits seher hohe Versorgungsqualität für Typ-1 und Typ-2 Diabetiker . In diesen Bereichen ist sicher noch Potenzial für Effizienzsteigerungen, aber kaum Verbesserungen, die eine wirkliche Neuheit darstellen würden.

Verbesserungspotentiale liegen im Bereich der "zu späten Diagnostik"!
- unzureichende Erhebung der "Prae-Diabetes-Fälle
- mangelnde Strukturierung des Pra-Diabetischen Stadiums
- zu wenig Frühdiagnosen bzw. frühe adäquate Therapieformen
- mangende Verknüpfung bestehende Präventionsmodule (Schulung, Ernährung, Bewegung, Selbstmotivation, ...)

Die Arbeitsgruppe um Dr. Kaltheuner hat begonnen, diese Potenziale zu analysieren, strukturieren und in ein weiteres Modul des kompletten Behandlungspfads Diabetes einzubetten.

Die Arbeitsgruppe beginnt sich zu formieren:
- Dr. Matthias Kaltheuner  und Frau Dr. Kordula Biermann (Netzkoordination)
- Dr.  Fassbender, Dr. Jageniak-Mager,

Im Rahmen der on-line Umfrage haben sich eine Reihe an weiteren Interessenten gemeldet ...

Wir werden die nächsten Details veröffentlichen.

Status pronova BKK:  hohes Interesse zur Umsetzung , Verhandlungen begonnen

 


- Status zum Hypertonie-Pfad

 Betrachtungen zur Risikostratifizierung
im Versorgungsmodell Integrierte Versorgung „Hypertonie“  - 

Bei der Hypertonie handelt es sich um ein progressives kardiovasculäres Syndrom, nicht nur um Blutdruckerhöhung – andere Risikofaktoren sind verantwortlich für das individuelle Risikoprofil eines Patienten …  
       
- wir wollen nicht zu fachlich werden -

Zukünftige Behandlungsstrategien werden, übrigens auch in anderen Fachgebieten, hauptsächlich über die individualisierte Beurteilung der Risikosituation definiert.

Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass durch die Stratifizierung des individuellen Risikos auch eine individuell angepasste multifaktoriell optimierte Therapie möglich wird, die den Patienten in seinem Gesamtrisikoprofil erfass- und behandelbar macht, während das einzelne Symptom wie zum Beispiel die Blutdruckerhöhung per se in Abhängigkeit von begleitenden Erkrankungen bzw. Risikofaktoren weniger relevant wird.

Alle vorstehenden Überlegungen haben weitestgehend Einzug gefunden in die Deutschen Leitlinien zur Hypertonie der DHL (Deutsche Hochdruckliga).

Es war nahe liegend, aufgrund der seit langem, allgemein gültigen Kriterien zur Risikostratifizierung diese Patienten in 4 Gruppen einzuteilen – für die konsequente Diagnostik und angepasste Therapie insbesondere im Hinblick auf eine Risiko-Minimierung und Vermeidung von Folgeschäden bietet sich eine korrekte ICD-10-Codierung geradezu an.

Einteilung in Risikogruppen: (nach Linß,G. Journal für Hypertonie2003, 7 (1), 11-18)

Es werden zurzeit vier Risikogruppen unterschieden, bei denen die Hypertonie in Wechselwirkung mit weiteren Risiken betrachtet wird.

So beschreibt die Risiko-Gruppe 1 eine erkannte Hypertonie mit durchschnittlichem Risiko und keinen anderen Risikofaktoren. In den Gruppen 1 und 2 werden sich ca. 80% der Hypertonie-Patienten wieder finden.

Ab der Gruppe 3 betrachtet man bereits stark und sehr stark erhöhte Risiken mit drei oder mehr anderen Risikofaktoren, bzw. klinisch manifeste kardivaskuläre Erkrankungen. Diesen Gruppen gehört die besondere Aufmerksamkeit zur Vermeidung von kostenintensiven Gesundheitsfolgen, die bei konsequenter Behandlung und Unterstützung durch den Patienten vermieden werden können.

So können Patienten der Risikogruppen 3 und 4 und alle anderen mit stark erhöhtem und sehr stark erhöhtem Risiko sauber identifiziert werden und im Rahmen des Leverkusener Versorgungsmodells „Hypertonie“ regelmäßig untersucht und behandelt werden.

Hierbei ist die fachübergreifende Behandlung in Anlehnung an Diagnosen, Co-Morbiditäten und Risiko-Eingruppierung integraler Bestandteil dieses Versorgungsmodells.

Grundüberlegungen zur Umsetzung des Hypertoniekonzeptes „Versorgungsmodell Leverkusen“

* Aufnahme der Patienten in Anlehnung an das Hypertonie-Pilotprojekt Leverkusen 2008

* Risikostratifizierung incl. „Right-Coding“

* Frühzeitige Anbindung der Patienten an Bewegungs- und Ernährungsprogramme

* Obligates regelmässiges Erfassen von Gewicht, BMI und Bauchumfang

* Ab Risikogruppe III Aufnahme in einen Behandlungspfad

* Nach Möglichkeit Abwicklung in elektronischer Form über die ePA (elektronische Patientenakte des GV-West)

* Viertel- bzw. halbjährliche Untersuchungen je nach Zugehörigkeit zu den beiden Risikogruppen III u. IV

* Evaluierung

Auf der Basis dieser Überlegungen haben wir ein Konzeptpapier Versorgungsmodell „Hypertonie“ im Bereich des Regionalen Gesundheitsnetzes Leverkusen erstellt –

es wird unseren Verhandlungspartnern bei den Krankenkassen vorgelegt – wir hoffen, schon in Kürze einen LOI (letter of intent) zu diesem Thema zu erhalten. Die grundsätzliche Bereitschaft, einen solchen IV-Vertrag mit uns abzuschließen, wurde bereits erklärt.

Dr.med. Wolfgang Hübner

 


- Status zur Herpes Zoster Studie

 Epidemiologische Studie zur Inzídenz und Krankheitslast von Herpes Zoster

Die Teilnahme an einer epidemiologischen Studie zur Inzidenz und Krankheitslast von Herpes Zoster (Gürtelrose) steht in Aussicht. Anfang 2010 soll diese Studie starten.

Die Voraussetzung hierfür war, dass es dem Gesundheitsnetz gelingt, 90% aller niedergelassener Kolleginnen und Kollegen in einem genau umrissenen Gebiet zur Teilnahme zu gewinnen – das bedeutete, dass wir auch die Teilnahmezusage von Nicht-Mitgliedern des Regionalen Gesundheitsnetzes benötigten – das haben wir in einer kürzlich durchgeführten Umfrage erreicht – hierfür vielen Dank!

Herpes Zoster ist eine häufige Spätfolge der kindlichen Varizellen-Infektion (Windpocken) und kann die Lebensqualität wesentlich beeinträchtigen. Mit dem demographischen Wandel in Deutschland wird die Bedeutung von Herpes Zoster als altersbedingtes Leiden zunehmen.

Ziel der o.g. epidemiologischen Studie ist es, in verschiedenen Städten Deutschlands Daten zur Inzidenz und Krankheitslast der Herpes Zoster Erkrankung zu erheben, da solche Daten für Deutschland bislang fehlen.
Die Studie wird fachlich von Herrn Professor Dr. med. Peter Wutzler, Institut für Virologie und Antivirale Therapie der Universität Jena, begleitet und von der Firma GlaxoSmithKline (GSK) finanziert und durchgeführt.

Diese Studie ist ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsforschung in Deutschland.

Geplanter Studienablauf:

Niedergelassene Allgemeinmediziner/Praktiker, hausärztlich tätige Internisten, Dermatologen und Augenärzte einer definierten Region werden gebeten, über einem Zeitraum von ca. zwei Jahren anhand eines Fragebogens Daten von allen neu diagnostizierten Herpes Zoster Patienten zu erheben. Die Fragebögen werden per Fax oder online an die Geschäftsstelle als lokales Koordinationszentrum weitergeleitet, dort gesammelt und in eine Studiendatenbank eingepflegt.

Der Patient/die Patientin erhält vom teilnehmenden Arzt beim ersten Arztbesuch ein Dokumentationsheft, in dem er/sie relevante Information im Zusammenhang mit der Erkrankung über einen Zeitraum von 3 Monaten dokumentiert. Das Dokumentationsheft übergibt der Studienteilnehmer/die Studienteilnehmerin nach Ablauf der 3 Monate an das lokale Koordinationszentrum

 Weitere Details und Honorierungsgrundlagen folgen rechtzeitig vor Studienbeginn auch an dieser Stelle – selbstverständlich werden alle, die ihre Teilnahme erklärt haben, durch unsere Geschäftsstelle angeschrieben.

 Wolfgang Hübner

 


- Status Q-Pharm Umsätze

Die Marke 100.000 in 2009 nicht geschafft.  Waren es in 2008 noch 100.981 €, die wir einnehmen konnten,
so werden es in 2009 wahrscheinlich nicht mal 80.000,- € werden!  Es fehlen uns erwartete 25.000,- €

Nach der rückläufigen Entwicklung zum Jahresanfang erholt sich der Umsatz unserer Genossenschafts eigenen Marke Q-Pharm wieder leicht.  Nicht zu letzt durch die Aktionen zusammen mit Q-Pharm zu den Themen "Regress-Angst" und "Regress-Schutz" , die ein immer wieder aufkeimendes Thema berühren.  Angst ist kein guter Hirte.

Aktion:   Regress bei aut-idem-Kreuz?

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
aufgrund von verschiedenen Anfragen teilen wir Ihnen gerne folgendes mit:

1. Arzneimittel der Q-Pharm sind immer so kalkuliert, dass sie eindeutig
    dem unteren Ende der aktuellen jeweiligen Preisspanne zuzuordnen sind.

2. Das Setzen des aut-idem-Kreuzes bindet den Apotheker an IhreVerordnung,
    die Sie bewusst und verantwortlich vorgenommen haben

3. Bis zum heutigen Tag ist uns kein Fall bekannt geworden, in dem ein Vertragsarzt aufgrund
    von Q-Pharm-Verordnungen mit aut-idem-Kreuz in ein Regressverfahren gekommen ist.

Also: Verordnen Sie Q-Pharm-Arzneimittel mit aut-idem-Kreuz.
          Ihre Patienten danken es Ihnen mit hoher Compliance.

 


- Status Mitglieder

 

Status der Mitglieder am 28.10.2009

240   Mitglieder

56     Kündigungen zum Jahresende 2009  (23%)

207  Beitragszahlungen komplett bis Oktober  (86%)

14   Beitragszahlungen nur teilweise bis Oktober  (6%)

19   Beitragszahlungen total ausstehend bis Oktober  (8%)

1     Neuzugang

 

 

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